Schwerpunkt Säuglinge & Kleinkinder · Salzburg

Wenn frühe Erfahrungen noch keine Worte haben.

Integrative Bindungsorientierte Traumatherapie (I.B.T.®) und Verhaltenstherapie für Säuglinge, Kleinkinder, Kinder, Jugendliche und Erwachsene – mit einem klaren, sicheren und altersgerechten Vorgehen.

Die Behandlung beginnt nicht mit einer Konfrontation des Kindes. Zuerst werden die Bezugspersonen stabilisiert und ihre Belastungen verarbeitet.

Symbolische Illustration: Eine Psychotherapeutin führt ein ruhiges Elterngespräch, während die Mutter ihr Baby sicher im Arm hält.
Zuerst Sicherheit für die BezugspersonDas Baby wird von einer Bezugsperson begleitet, die selbst ausreichend stabil, orientiert und emotional verfügbar sein kann.
PsychotherapeutinMethodenspezifische Ausrichtung: Verhaltenstherapie
I.B.T.®-SchwerpunktBindungs- und traumatherapeutische Arbeit ab dem Säuglingsalter
Salzburg StadtZentral gelegen, wenige Gehminuten vom Hauptbahnhof

Könnte Ihr Anliegen hier passen?

Anzeichen verstehen, ohne vorschnell zu diagnostizieren

Gerade bei Säuglingen zeigt sich Belastung oft über Körper, Regulation, Schlaf, Füttern und Beziehung. Diese Zeichen bedeuten nicht automatisch ein Trauma. Sie können aber Anlass sein, genauer hinzusehen.

Besonderer Praxisschwerpunkt

Säuglinge & Kleinkinder

  • anhaltendes, schwer beruhigbares oder exzessives Schreien
  • ausgeprägte Schreckhaftigkeit, Unruhe oder Reizempfindlichkeit
  • anhaltende Schlaf-, Still- oder Fütterprobleme
  • starke Trennungsreaktionen oder Schwierigkeiten in der Co-Regulation
  • Belastungen nach schwieriger Geburt, Frühgeburt, Intensivstation oder medizinischen Eingriffen
  • frühe Verluste, Trennungen oder andere stark belastende Erfahrungen

Kinder & Jugendliche

Wiederkehrende Ängste, Albträume, Vermeidung, körperliche Stressreaktionen, starke Wut, Rückzug, Konzentrationsprobleme oder belastende Erinnerungen können traumabezogen sein – müssen es aber nicht.

Erwachsene

Frühe und vorsprachliche Erfahrungen können sich später als hohe Alarmbereitschaft, unerklärliche Körperreaktionen, Scham, Beziehungsschwierigkeiten oder intensive Trigger zeigen.

Kinderärztliche Abklärung: Anhaltendes Schreien, deutliche Schlaf- oder Fütterprobleme, Schmerzen, Fieber, Atemprobleme, Trinkschwäche oder Gedeihstörungen sollen ärztlich abgeklärt werden. Psychotherapie ergänzt, ersetzt aber keine medizinische Diagnostik.

Was I.B.T.® verbindet

Integrative Bindungsorientierte Traumatherapie

I.B.T.® ist eine integrative Methode der Traumaintegration. Sie verbindet bindungsorientierte, verhaltenstherapeutische, körperorientierte und psychotraumatologische Zugänge. Elemente aus EMDR und anderen traumatherapeutischen Verfahren können dabei altersgerecht integriert werden.

1

Bezugspersonen

Belastungen, Ressourcen und eigene Trigger der Eltern oder anderer primärer Bezugspersonen werden zuerst verstanden und bearbeitet.

2

Bindung & Co-Regulation

Die Bezugsperson soll für das Kind zunehmend als sicherer Ort erlebbar sein. Feinfühligkeit, Resonanz und gemeinsame Regulation werden gestärkt.

3

Direkte Arbeit mit dem Kind

Erst wenn die Voraussetzungen ausreichend hergestellt sind, erfolgt die direkte, nonverbale oder sprachlich altersgerechte Traumaintegration mit dem Kind.

Der Ablauf bei Säuglingen und Kleinkindern

Erst die Eltern – dann die Bindung – dann das Kind

Diese Reihenfolge schützt das Kind vor Überforderung und schafft die Voraussetzung, dass die Bezugsperson während der späteren direkten Arbeit Sicherheit, Orientierung und Co-Regulation anbieten kann.

Elterngespräche & Verarbeitung

Zunächst wird die Geschichte aus Sicht der Bezugsperson erhoben. Eigene Belastungen, Schuldgefühle, Hilflosigkeit, Trigger und Ressourcen werden bearbeitet. Eine direkte Arbeit mit dem Kind beginnt noch nicht.

Bindungsarbeit

Die Verbindung zwischen Bezugsperson und Kind wird gestärkt. Im Mittelpunkt stehen Kontakt, Feinfühligkeit, Schutz, Trost und die Fähigkeit, dem Kind in Belastungsmomenten ein sicherer Anker zu sein.

Direkte Traumaintegration

Erst danach wird die Belastung des Kindes direkt bearbeitet. Die Traumageschichte wird in ruhiger, altersgerechter Form vermittelt und mit kindgerechter, bilateraler Stimulation und Co-Regulation verbunden.

Symbolische Darstellung der I.B.T.-Phasen: Elterngespräch, Stabilisierung, Traumaverarbeitung, direkte Arbeit mit dem Kind und Integration.
Die Abbildung zeigt den therapeutischen Weg: vom ersten Elterngespräch über Stabilisierung und Verarbeitung bis zur direkten Arbeit mit dem Kind und der abschließenden Integration.

Traumanarrativ „von gut bis gut“

Die Geschichte beginnt an einem sicheren Punkt

Die Traumageschichte wird nicht abrupt am schlimmsten Moment begonnen. Sie startet an einem Zeitpunkt, an dem die Situation noch sicher oder in Ordnung war, nähert sich den belastenden Abschnitten dosiert an und endet wieder in Sicherheit: Das Ereignis ist vorbei, Hilfe ist da, und das Hier und Jetzt ist anders als damals.

Bei Säuglingen und Kleinkindern wird die Geschichte in einfachen, behutsamen Worten vermittelt. Entscheidend ist nicht ein detailliertes „Nacherzählen“, sondern ein sicher gehaltener, körperlich und emotional regulierter Prozess.

1
Sicherer Anfang

Die Geschichte beginnt dort, wo noch ausreichend Sicherheit und Orientierung vorhanden sind.

2
Dosierte Annäherung

Belastende Abschnitte werden langsam aktiviert, ohne das Kind oder die erwachsene Person zu überfluten.

3
Bilaterale Verarbeitung

An Belastungspunkten wird die Verarbeitung durch wechselseitige Reize und einen gleichzeitigen Bezug zum sicheren Hier und Jetzt unterstützt.

4
Rückkehr in Sicherheit

Die Geschichte endet bei Schutz, Trost, Gegenwart und dem Erleben: Heute ist es vorbei und Unterstützung ist verfügbar.

EMDR-inspirierte Verarbeitungselemente

Was bedeutet bilaterale Stimulation?

Bilaterale Stimulation bezeichnet abwechselnde Reize auf der linken und rechten Seite. In EMDR und verwandten traumatherapeutischen Vorgehensweisen können visuelle, akustische oder taktile Reize eingesetzt werden. Welche Form passt, wird vorab ausprobiert und an Alter, Entwicklung, Sicherheit und persönliche Präferenz angepasst.

Illustration mit drei Beispielen bilateraler Stimulation: abwechselndes Klopfen auf die Oberschenkel, sanftes Tapping an den Beinchen oder Füßen eines Babys in sicherem Kontakt und zwei handgehaltene Stimulationsinstrumente.
Drei mögliche Formen in der Praxis: wechselseitiges Tapping auf die Oberschenkel, sehr behutsame taktile Reize bei einem Baby in sicherem Kontakt mit der Bezugsperson sowie zwei abwechselnd pulsierende Instrumente in den Händen.

Erwachsene und Jugendliche

Möglich sind unter anderem geführte Augenbewegungen, abwechselndes Selbst-Tapping auf die Oberschenkel oder Knie sowie links und rechts gehaltene taktile Stimulationsinstrumente.

Säuglinge und Kleinkinder

Je nach Ausbildung, Indikation und Reaktion des Kindes können sehr behutsame, wechselnde taktile Reize eingesetzt werden – beispielsweise an Händen, Beinchen oder Fußsohlen. Das Kind bleibt dabei sicher gehalten und wird fortlaufend beobachtet und co-reguliert.

Individuell statt schematisch

Die Methode wird angepasst, nicht durchgezogen. Sobald Unbehagen, Überforderung oder deutliche Abwehr sichtbar werden, wird verlangsamt, verändert oder beendet.

Kein Selbstanleitungs-Abschnitt: Die Abbildungen erklären das Prinzip, sind aber keine Anleitung zur eigenständigen Traumabearbeitung. Bilaterale Stimulation erfolgt eingebettet in Anamnese, Stabilisierung, Behandlungsplanung und professionelle Begleitung.

Für verschiedene Lebensphasen

Traumatherapie vom Säuglingsalter bis ins Erwachsenenleben

Schwerpunkt

Säuglinge & Kleinkinder

Arbeit mit Bezugspersonen, Bindung und direkter, nonverbaler Traumaintegration. Beobachtet werden Körpersignale, Regulation, Interaktion und die Reaktionen des Kindes im sicheren Kontakt.

  • prä-, peri- und postnatale Belastungen
  • Frühgeburt und medizinische Eingriffe
  • frühe Trennungen und Verluste
  • anhaltende Regulationsprobleme

Kinder

Traumageschichten, Figuren, Spiel, Körperwahrnehmung, Ressourcenarbeit und altersgerechte bilaterale Stimulation können verbunden werden. Eltern werden je nach Bedarf einbezogen.

Jugendliche

Jugendliche werden transparent und auf Augenhöhe beteiligt. Themen können Trigger, Körperreaktionen, Erinnerungen, Selbstwert, Beziehungen, Ängste und innere Konflikte sein.

Erwachsene

Bei erinnerbaren oder vorsprachlichen Belastungen können Anamnese, Stabilisierung, Ego-State- oder Schemaarbeit, Narrativarbeit, Körperfokus und bilaterale Stimulation integriert werden.

Fachlich transparent

Wirksamkeitsorientiert, aber ohne Überlegenheitsversprechen

I.B.T.® bündelt unterschiedliche traumatherapeutische Perspektiven. Dazu gehören unter anderem EMDR-inspirierte Verarbeitung, verhaltenstherapeutische und bindungsorientierte Elemente, Körperwahrnehmung, Ressourcenarbeit und eine phasenbasierte Vorgehensweise.

Was wissenschaftlich gut gestützt ist

EMDR ist eine evidenzbasierte Psychotherapie für Traumafolgestörungen und nutzt standardisierte Phasen sowie bilaterale visuelle, akustische oder taktile Stimulation. Auch für Kinder und Jugendliche existieren altersangepasste Protokolle.

Was seriös formuliert werden sollte

Keine Methode ist für jede Person und jedes Problem pauschal „die beste“. Für I.B.T.® sollte daher nicht behauptet werden, sie sei allen anderen Verfahren überlegen. Entscheidend sind eine klare Indikation, ausreichende Stabilität, therapeutische Qualifikation und individuelle Passung.

Portrait von DI Dr. Birgit Kastberger, Psychotherapeutin in Salzburg

DI Dr. Birgit Kastberger

Psychotherapie mit neurowissenschaftlichem Hintergrund

Ich bin Psychotherapeutin mit der methodenspezifischen Ausrichtung Verhaltenstherapie. Als Neurowissenschaftlerin und medizinische Biochemikerin verbinde ich psychotherapeutische Erfahrung mit einem fundierten Verständnis von Stressregulation, Lernen, Entwicklung und körperlichen Prozessen.

In der Traumatherapie arbeite ich integrativ und phasenorientiert. Bei Säuglingen und Kleinkindern stehen zunächst die Bezugspersonen und die Bindungsbeziehung im Vordergrund. Erst danach wird direkt mit dem Kind gearbeitet.

PsychotherapeutinVerhaltenstherapieI.B.T.®SchematherapieACTNeurowissenschaften

Neu · Gruppenangebote

Aktuell zwei begleitete Gruppenangebote

Neben der Einzeltherapie biete ich derzeit zwei psychotherapeutisch geleitete Gruppen an – für Erwachsene, die an eigenen Beziehungs- und Erziehungsmustern arbeiten möchten.

Herzwurzeln – Beziehungs-Navi

Ein Wochenende Gruppenselbsterfahrung nach dem Pesso-Boyden-Ansatz (PBSP), um wiederkehrende Beziehungsmuster zu erkennen und zu verändern.

Eltern sein, ohne alte Muster

Elterngruppe zu eigenen Triggern und familiären Erziehungsmustern – gemeinsam mit Sebastian Hertle, Salzburg-Schallmoos.

Alle Gruppenangebote, Termine & Anmeldung ansehen →

Häufige Fragen

Was Eltern und Betroffene vorab wissen möchten

Behandeln Sie in Salzburg auch Säuglinge und Kleinkinder?

Ja. Ein besonderer Schwerpunkt meiner Praxis ist die psychotherapeutische Arbeit mit Säuglingen und Kleinkindern gemeinsam mit ihren Bezugspersonen.

Beginnt die Therapie sofort mit dem Baby?

Nein. Zunächst finden Elterngespräche, Anamnese, Stabilisierung und – soweit erforderlich – die Verarbeitung der Belastungen der Bezugspersonen statt. Danach wird die Bindung zwischen Bezugsperson und Kind gestärkt. Erst anschließend erfolgt die direkte Traumaintegration mit dem Kind.

Wie wird einem Baby eine Traumageschichte vermittelt?

In einfachen, ruhigen und altersgerechten Worten. Die Geschichte beginnt an einem sicheren Punkt, nähert sich belastenden Momenten behutsam an und endet wieder in Schutz und Gegenwart. Die vertraute Bezugsperson ist ein wichtiger Teil dieses Prozesses.

Muss ein Baby sprechen können?

Nein. Bei Säuglingen wird über Körpersignale, Regulation, Kontakt, Beziehung, Rhythmus und nonverbale Reaktionen gearbeitet.

Ist häufiges Schreien automatisch ein Trauma?

Nein. Häufiges Schreien, Schlaf- oder Fütterprobleme können viele Ursachen haben. Körperliche Ursachen sollen kinderärztlich abgeklärt werden. Eine psychotherapeutische Einschätzung kann ergänzend sinnvoll sein.

Was sind bilaterale Stimulationsinstrumente?

Das sind kleine Instrumente, die links und rechts in der Hand gehalten werden und abwechselnd taktile Impulse geben. Alternativ können Augenbewegungen, Töne oder Tapping verwendet werden. Die Auswahl erfolgt individuell.

Ist I.B.T.® die beste Traumatherapie?

I.B.T.® verbindet mehrere fachlich etablierte Zugänge. EMDR ist für Traumafolgestörungen wissenschaftlich gut untersucht. Eine pauschale Überlegenheit von I.B.T.® gegenüber allen anderen Methoden wäre jedoch nicht seriös. Entscheidend ist, was für die jeweilige Person fachlich indiziert und verträglich ist.

Wo befindet sich die Praxis?

Paracelsusstraße 30, Eingang A/B, Top 19B, 5. Stock, 5020 Salzburg. Die Praxis liegt wenige Gehminuten vom Salzburger Hauptbahnhof entfernt; ein Lift ist vorhanden.

Erstkontakt

Sie suchen Unterstützung für Ihr Baby oder Kleinkind?

Schreiben Sie kurz, wie alt Ihr Kind ist, was Sie derzeit belastet und wie ich Sie erreichen kann. Im ersten Kontakt klären wir, ob ein Vorgespräch sinnvoll ist.

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